Über Mich

Mein Weg 

Veränderung als Prägung - Verantwortung als Weg - Begleitung als Auftrag

Mein Weg bis heute war sehr vielfältig. Als Sohn eines Soldaten habe ich bis zu meinem 18. Geburtstag bereits an zehn verschiedenen Orten gewohnt und durfte sieben Schulen in Deutschland und in Großbritannien besuchen. Ankommen, mich orientieren und Verbindungen aufbauen waren keine Ausnahme, sondern Normalität.

Die folgenden Stationen zeigen, wie aus dieser Prägung Verantwortung wuchs und daraus mein heutiger Fokus auf Begleitung entstand.

Prägung

Wie mich sieben Schulen und die 90er geprägt haben

Ich habe an vielen Orten gelebt und sieben Schulen besucht. Immer wieder neue Klassen, neue Freundesgruppen. Es ging darum anzukommen, meinen Platz zu finden und mich zu integrieren. Veränderung war Normalität und hierin entwickelt ich meine Stärke, schnell Verbindungen aufzubauen und das Wesentliches zu erkennen.

Eine prägende Phase war mein Aufenthalt in England. Mit fünf Jahren kam ich dort in eine englische Vorschule, ohne die Sprache zu sprechen. Nach etwa einem halben Jahr sprach ich fließend Englisch, inklusive Dialekt.

Ich bin ein Kind der Neunziger.

Dancefloor Musik, mein erstes Konzert mit Culture Beat und Haddaway und mein 80er Moped. Nebenbei arbeitete ich als Bäcker und als Bademeister. Es war die Zeit des Aufbruchs, von Bewegungen wie Love Parade und dem besonderen Gefühl, eine Jahrtausendwende zu erleben.  

Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich keinen geraden Weg, sondern viele Wechsel und Bewegung, aber auch viele Möglichkeiten der Entwicklung und Geschichten, die ich nicht missen möchte.

Selbstbestimmung

Von ICQ und Mikrochips zur Verantwortung

Mit dem Übergang in die Nullerjahre begann eine neue Phase. Das Zeitalter des Internets hielt Einzug, ICQ Chats prägten den Austausch, und ich startete mein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens.

Auch dieses verlief nicht geradlinig. Die ersten fünf Semester dienten dem Ausprobieren und dem Lernen fürs Leben. Danach folgte eine bewusste Fokussierung. Für die Regelstudienzeit benötigte ich neun statt zehn Semester mit einer Abschluss-Note von 1,8.

Parallel begann ich als studentische Hilfskraft am Institut für Mikrosystemtechnik zu arbeiten. Mich faszinierten Hightech, Mikrochips und Technologien der Zukunft.

Es war ein Umfeld geprägt von Präzision, leistungsfähigen Maschinen und Mikrostrukturen, in denen erst klare Strukturen echte Gestaltung und Funktion ermöglichten.

Ich merkte früh, dass Freiheit ohne Struktur nicht trägt. Meine Vision war es, als Wirtschaftsingenieur in einer Unternehmensberatung zu arbeiten. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Studierenden, Kooperation und Disziplin im Lernen entwickelte sich daraus Selbstverantwortung.

Mit dem Abschluss meines Studiums und den ersten beruflichen Schritten weitete sich diese Haltung zunehmend aus hin zu Verantwortung nicht nur für Aufgaben und Ergebnisse, sondern auch für andere und für das eigene Leben.

Verantwortung

Patchwork, Alltag und das Ende der Selbsttäuschung

Mit dem Start ins Berufsleben begann auch ein Abenteuer in das Patchworkfamilie-Leben. Innerhalb von zwei Monaten war das jüngste Familienmitglied umgehend  drei Jahre alt und ich gehörte auf einmal zu den jüngeren "Papis" auf dem morgendlichen Weg in die KiTa. Die Familie wuchs über die Jahre um zwei weitere Kinder und eine Katze an und natürlich stand auch das eigene Haus vor der Tür.

Schöne Momente und Lebenskrisen bildeten den abwechslungsreichen Roller Coaster meines Lebens. Bei allen Aufs und Abs fand ich jedoch zunehmend den Weg zu mir selbst und zu einem selbstbestimmten Leben. Ich erkannte, dass meine Gedanken nicht die Realität sind und dass meine Glaubenssätze aus den früheren Lebensphasen ganz schöne Showstopper waren. Ich erkannte, dass ich ein Leben lebte, das nicht mehr meins war! Ab diesem Punkt begann ich, Verantwortung für mein eigenes Leben zu übernehmen

Integration

Vom System zur Führung - Vom Projekt zum Menschen

Ich komme aus der Organisationsentwicklung und aus langen Veränderungsprojekten. Über viele Jahre war ich tief in Organisationen eingebunden – als Berater, Projektverantwortlicher und Organisationsentwickler. Ich arbeitete an Strukturen, Prozessen und Systemen und begleitete Veränderung dort, wo sie geplant, gesteuert und umgesetzt werden sollte.

Mit der Zeit wurde mir jedoch immer klarer, wo diese Arbeit an ihre Grenzen stößt. Strukturen lassen sich verändern, Prozesse gestalten, Organisationen umbauen. Ob Veränderung jedoch wirklich trägt, entscheidet sich nicht im Projektplan, sondern im Menschen.

Projekte scheitern selten an fehlendem Wissen, sondern an Unsicherheit, Überforderung und ungelösten inneren Spannungen.

Diese Erkenntnis veränderte meinen Fokus. Ich verlagerte meine Arbeit zunehmend vom System zur Führungskraft und vom Projekt zur Person. Die Coachingausbildung an einer der renommiertesten Coaching Akademien Europas, der Dr. Bock Coaching Akademie, war dabei ein konsequenter nächster Schritt. Sie gab mir Tiefe und Sprache für das, was ich zuvor bereits erlebt hatte, und wurde zum verbindenden Element zwischen Organisation, Führung und Mensch.

Heute

Raum für Menschlichkeit und echte Entwicklung

Heute arbeite ich als Berater für Führung und Zusammenarbeit und verbinde Ingenieurdenken, Coaching und Organisationsentwicklung.

Meine Arbeit ist aus meiner eigenen Lernreise entstanden. Ich habe gelernt, alte Muster zu hinterfragen, Glaubenssätze loszulassen und zu verstehen, wie eng Denken, Fühlen und Handeln miteinander verbunden sind. Heute begleite ich Führungskräfte und Teams dabei, in komplexen Situationen wieder Klarheit zu gewinnen und Zusammenarbeit bewusst zu gestalten.

Was mich antreibt, ist das Miteinander. Die Überzeugung, dass Entwicklung dort beginnt, wo Menschen sich zeigen dürfen. Mit Fragen, Unsicherheit, Fehlern und ihrer Geschichte. Psychologische Sicherheit schafft genau diesen Raum. Sie ermöglicht Offenheit, ehrliche Gespräche und echte Entwicklung im Team.

In meiner Arbeit nutze ich reale Führungssituationen als Ausgangspunkt. Konflikte, Spannungen und schwierige Entscheidungen werden zum Anlass, Führung zu reflektieren und Zusammenarbeit neu zu gestalten.

Ich begleite Menschen gerne dabei, klarer zu sehen, mutig hinzuschauen, und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Nicht, um Menschen zu optimieren.
Sondern damit Führung wieder Orientierung gibt und Zusammenarbeit gelingen kann.

Das ist der Weg, für den ich heute losgehe.

Meine Antrieb:

„Mich bewegt der Moment, in dem Menschen den Mut finden, Altes loszulassen und sich aus dem Herzen zu zeigen.“

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